Montag, 27. Februar 2017

"Dass wir in unserem Leben keine grossen Probleme haben, bedeutet nicht, dass es überall den Menschen gut geht und wir die Augen zu machen dürfen."


Cemal Zöngür, Aktivmitglied der Amnesty Gruppe St. Gallen, erzählt, wie er Amnesty International kennengelernt hat und warum er bei unserer Gruppe mitmacht.

Hallo, ich bin Cemal und komme aus der Türkei. Über dreissig Jahre lang habe ich in der Türkei im politischen Bereich gearbeitet. Politik interessiert mich immer noch, aber ich finde es auch sehr wichtig, die Entwicklungen und Ideologien, die sich dahinter verbergen, den anderen Menschen näherzubringen und mir die Probleme der Welt genauer anzuschauen.

Meiner Erfahrung nach sehe ich meistens die Menschen im politischen Bereich, die sich nur auf die Politik konzentrieren und die Probleme der Welt oder anderer Bereiche nicht mehr beobachten. Ich finde es wertvoll auch über die Themen ausserhalb der Politik Gedanken zu machen.

Ich habe Amnesty International in der Türkei kennengelernt und beteiligte mich dort, so oft ich Zeit hatte. Meistens war ich in der kurdischen Partei (damals hiess sie Dehap, DTP) beschäftigt. 

Als ich in die Schweiz kam, war es für mich anfangs sehr schwierig, mich an das neue Land zu gewöhnen. Nachdem ich die Amnesty International Gruppe St. Gallen kennengelernt habe, fühlte ich mich besser und freute mich darauf, mit den Freunden von Amnesty International über die Probleme der Welt zu diskutieren. Vielleicht können wir nicht so viel ändern, aber wenn wir und andere Gleichgesinnte in solchen Projekten mitmachen, dürfen wir zumindest die Hoffnung haben, dass wir die Probleme der Welt vermindern können.

Cemal an unserem Stand beim SUFO 2016

Dass wir in unserem Leben keine grossen Probleme haben, bedeutet nicht, dass es überall den Menschen gut geht und wir die Augen zu machen dürfen. 

Ein Beispiel: Vor kurzer Zeit gab es in der Westschweiz ein Feuer im Wald und wir hatten nicht so viel darüber geredet. Aber je grösser das Feuer wird, desto gefährlicher wird es auch: zunächst für die Ostschweiz und danach für die Nachbarländer und mit der Zeit für Europa und die Welt. Deshalb muss man immer die Augen offen halten und versuchen die Probleme zu beheben. Das Feuer war ein kleines Beispiel, aber Rassismus, Naturkatastrophen, Hunger usw. können sich sogar schneller als ein Feuer verbreiten. Um das zu verhindern, müssen wir jederzeit hilfsbereit sein.    

Da Amnesty International für die Rechte der Menschen arbeitet und immer hilfsbereit ist, glaube ich, dass ich auch der Menschheit helfe, indem ich in dieser Gruppe von Amnesty International mitmache.


Du möchtest auch etwas für die Menschenrechte tun und interessierst Dich dafür, bei unserer Gruppe aktiv zu werden? Dann schreibe uns eine E-Mail oder komm zu unserer nächsten Sitzung am 4. April, 19.30 Uhr im Café Gschwend (Goliathgasse 7, 9000 St.Gallen) vorbei.

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