Sonntag, 5. Juni 2016

Interkultureller Begegnungstag St. Gallen am 11. Juni 2016

Kommenden Samstag wird die St. Galler Innenstadt wieder zu einem grossen interkulturellen Festplatz. Zum 11. Begegnungstag gibt es ein vielfältiges Programm mit Konzerten, leckerem Essen, Markt- und Informationsständen. Da darf ein Stand der Amnesty Gruppe St. Gallen auch nicht fehlen: diesmal widmen wir uns dem Thema Sport und Menschenrechte, wie bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. Wir freuen uns über Euren Besuch an unserem Stand, an dem es diesmal dem Thema entsprechend auch eine Mini-Olympiade geben wird.

In Rio de Janeiro wird jeden Tag mindestens ein Mensch von der Polizei getötet.
77 Prozent der Opfer sind schwarz und die meisten von ihnen sind jünger als 30 Jahre. Ein Grossteil dieser Tötungen ereignet sich in den Favelas oder in anderen von Armut und Ausgrenzung betroffenen Siedlungen. Die Tatverantwortlichen kommen nahezu immer ungeschoren davon – die Straflosigkeit für tödliche Polizeigewalt liegt bei fast 100 Prozent.

Was das mit den Olympischen Spielen zu tun hat?
Amnesty International konnte nachweisen, dass vor und während Sportanlässen exzessive Polizeigewalt und andere Menschenrechtsverletzungen massiv zunehmen. Im Jahr der Fussball-Weltmeisterschaft 2014 starben in Rio de Janeiro 580 Personen infolge Polizeigewalt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von 40 Prozent!

In ihrer Kandidatur für die Olympischen Sommerspiele versprachen die Behörden von Rio eine sichere Stadt für alle. Wenige Monate vor dem Mega-Sport-Event zeigen Statistiken aber eine Zunahme der tödlichen Polizeigewalt.

Zu Polizeigewalt im Kontext mit sportlichen Grossanlässen kommt es vor allem bei der Unterdrückung von Protestkundgebungen, bei Zwangsumsiedlungen und zur sogenannten «Befriedung» der Favelas durch militärische Besetzung.


HIER geht es zur Petition.

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