Donnerstag, 16. Oktober 2014

Rückblick auf die Kundgebung in St. Gallen zum Weltfriedenstag

St. Gallen 20.9.2014. Über 300 Personen besammelten sich am Samstagnachmittag auf dem Bahnhofplatz St. Gallen zu einer Kundgebung gegen Krieg und für Solidarität mit dessen Opfern, zu dem über 30 Organisationen eingeladen hatten. Die Menschenrechts­aktivistin Anni Lanz aus Basel stellte sich als erste Rednerin hinter die Forderung, weitere 5000 syrische Flüchtlinge aus einem Sonderkontingent aufzunehmen, und rief zu einem widerständigen Engagement auf, wie dies Fluchthelfer im 2. Weltkrieg und die Freiplatzaktion für Chile-Flüchtlinge vorgelebt hätten. Sie wandte sich gegen den grassierenden infantilen „Wir-zuerst-Reflex“ und gegen die Ecopop-Initiative, welche eine anti-humanitäre Tradition widerspiegele. Cenk Akdoganbulut vom demokratisch-kurdischen Gesellschaftszentrum St. Gallen verlangte eine verstärkte humanitäre Hilfe für Flüchtlinge und Notleidende vor Ort in den Konfliktregionen. Der dritte Redner, Ruedi Tobler, Präsident des Schweizerischen Friedensrates, forderte den sofortigen Stopp aller Waffenlieferungen aus der Schweiz, weil diese die Instabilität in den Krisengebieten nur vergrösserten, und warb für ein kräftigeres Engagement der Uno für den Frieden. Dazwischen sang der St. Galler Hans Fässler vier klassische Lieder zu Krieg und Frieden: "Soldat, Soldat" (Biermann), "Le déserteur" (Vian), "Where Have all the Flowers Gone" (Seeger) und "Era Nato Poveretto" (lombardisches Volkslied). Am Schluss wurden 200 Ballone mit der Aufschrift „Uno-Tag des Friedens,“ der am 21. September weltweit begangen wird, von Teilnehmenden in die Stadt getragen. 
Autor: Arne Engeli


Die Amnesty International Gruppe St. Gallen war auch auf der Kundgebung vertreten und konnte je rund 100 Unterschriften für die Briefaktion an Israel und Palästina zum Schutz der Zivilbevölkerung vor weiteren Angriffen sammeln. Herzlichen Dank an alle, die unterschrieben haben!



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